Orthopädie Klosterneuburg
Dr. Robert Legenstein MSc
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GRF

RADIOFREQUENZTHERAPIE BEI CHRONISCHEN WIRBELSÄULENSCHMERZEN RADIOFREQUENZTHERAPIE BEI CHRONISCHEN SCHMERZEN GROSSER GELENKE

Die gepulste Radiofrequenz ist seit 1996 in der Behandlung von radikulären und neuropathischen Schmerzen peripherer Nerven bekannt. Sie wird als nicht gewebedestruktive schmerzreduzierende Alternative in peripheren Nerven benützt. Seit 2006 ist die erfolgreiche Anwendung gegen Gelenksschmerzen bekannt, wenn sie intraartikulär bei Facettengelenkarthrosen oder in der Nähe von Nerven angewendet wird, die für die Schmerzleitung der Wirbelsäule verantwortlich sind. Sie wird durch Einführung einer Spezialnadel in das Gelenk oder in Nervennähe angewendet.

Gelenksschmerzen und neuropathische Schmerzen. Die Gelenke werden von leicht und nicht myelinisierten Nervenfasern versorgt, die die umliegenden Muskeln innervieren; freie Nervenendigungen befinden sich in der Kapsel und den angrenzenden Sehnen. Gelenksschmerzen entstehen nicht nur durch die Leitung von nozizeptiven Reizen durch Neurostrukturen, sondern auch durch die vermehrt produzierten Zytokine, die über die Blut-Nerven-Schranke in die Hinterhörner des Rückenmarkes gelangen und eine Aktivierung von Astrozyten und Mikroglia verursachen. Alle Stadien der Gelenkabnützung können zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen. Sie zeigt einen chronischen Verlauf und führt zu Veränderungen der Gelenkflüssigkeit sowie des Knorpels und des darunterliegenden Knochens.

Die gepulste Radiofrequenz (GRF). In der GRF wird der Strom in kurzen, regelmässigen Intervallen erzeugt, meist mit 2 Pulsen von 10msec Dauer pro Sekunde. Die oszillierende Frequenz während eines Pulses beträgt 420’000Hz. Da der Strom unterbrochen wird, bleibt die Temperatur meist unter 42°C, sodass keine signifikante Schädigung von Gelenkstrukturen entsteht. Nach heutigen Forschungsergebnissen ist die Wirkung der GRF nicht auf thermische Faktoren, sondern auf die Wirkungen eines elektrischen Feldes zurückzuführen, das Mikrostrukturen der schmerzleitenden C- und A-delta Nervenfasern schädigt und darurch eine Schmerzleitung reduziert.

Therapie mit GRF. Die Einführung der RF-Kanüle mit der Elektrode erfolgt mit Lokalanästhesie unter sterilen Bedingungen in das Gelenk oder Nervennähe. Die Anwendungszeit der GRF beträgt ca. 10 Minuten. Die Gesamtbehandlungszeit beträgt ca. 20 Minuten. Eine sofortige Belastung danach ist erlaubt. Wiederholungsbehandlungen können nach 3-6 Monaten durchgeführt werden. Eine Schmerzreduktion ist um ca. 50-70% zu erwarten.

Zusammenfassung. Die Anwendung der GRF-Therapie, die ambulant durchgeführt wird, ist mit keinen signifikanten Nebenwirkungen verbunden und kann wiederholt werden. Somit wird sie zunehmend als eine neue minimal invasive Technologie betrachtet, die zu einer guten und lang dauernden Schmerzlinderung führen kann. Sie ist eine fortschrittliche neue ambulante Alternative zu bisherigen nichtoperativen Therapien.

Die GRF Therapie ist keine Kassenleistung.